14 | 11 | 2018
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Das hat es in Papenburg und Umgebung noch nicht gegeben: Gleichzeitig konnten drei neue Einsatzfahrzeuge übergeben werden. Die Stadt beschaffte mit einer rund 20-prozentigen Bezuschussung durch den Landkreis eine neuwertige Drehleiter DLK 23-12 für die Untenender Wehr sowie neue Einsatzleitwagen ELW 1 für die Feuerwehren Aschendorf und Papenburg-Obenende.

Stadtbrandmeister Josef Pieper zeigte sich zu Beginn der Feierstunde im Feuerwehrhaus am Untenende sehr erfreut darüber, dass neben den zahlreichen Feuerwehrkameraden und Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung viele Ehrengäste der Einladung gefolgt seien und sagte: „Heute ist ein großer Tag für die Feuerwehr Papenburg. Mit den neuen Fahrzeugen sind wir für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet“. Wie ernst der Feuerwehralltag sein kann, machte Pieper an einem Brandeinsatz am Pfingstwochenende fest, bei der eine Person zu Tode gekommen sei. Bei diesem Einsatz habe auch neue Drehleiter bereits eingesetzt werden müssen. Der Stadtbrandmeister machte deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehrleute auch belastend sein kann, besonders, wenn Personen zu Schaden kämen. Feuerwehrarbeit sei immer noch freiwillig und ehrenamtlich neben vielen anderen beruflichen und sonstigen Tätigkeiten. Er und die Ortsbrandmeister Georg Kruth (Untenende), Udo Pooth (Obenende) und Mirko Krange (Aschendorf) seien sehr erfreut darüber, dass die drei Ortswehren eine starke Rückendeckung in Rat und Verwaltung hätten.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir gleich drei Feuerwehrfahrzeuge auf einen Schlag übergeben konnten“, sagte der Papenburger Bürgermeister Jan Peter Bechtluft anlässlich der feierlichen Übergabe der neuen Drehleiter und der beiden Einsatzleitfahrzeuge. Der Kostenaufwand für alle drei Fahrzeuge habe rund 750.000 € betragen, sagte der Bürgermeister. Bei der Finanzierung habe der Landkreis Emsland mit einer rund 20-prozentigen Förderung zur Seite gestanden. Die Anschaffung sei notwendig gewesen, um die Arbeit der Feuerwehr effektiv und erfolgreich zu machen. Bechtluft wies darauf hin, dass sich das Anforderungsprofil an die Feuerwehren in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert habe. Die Wehren seien heute „universelle Task-Force-Einheiten“, die unterschiedliche Gefahrensituationen schnell und effektiv bewältigen müssten. Hierfür sei modernstes technisches Equipment notwendig, auch wenn dies mit einem hohen Kostenaufwand verbunden sei. Der Rat der Stadt Papenburg habe alle Beschlüsse einstimmig gefasst. Damit sei die Arbeit der Feuerwehren Parteien übergreifend gewürdigt worden. Bechtluft dankte den Feuerwehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit. Bechtluft übergab dann die drei symbolischen Fahrzeugschlüssel an Stadtbrandmeister Josef Pieper, der sie dann an die drei Ortsbrandmeister Georg Kruth, Udo Pooth und Mirko Krange weitergab.

Die beiden Geistlichen, Pfarrer Gerrit Weusthoff und Pastor Ralf Maennl, gaben den Fahrzeugen den kirchlichen Segen. Weusthoff betonte, dass Feuerwehrarbeit auch sehr belastend sein könne, das habe er bei dem Brandeinsatz mit Todesfolge selber erfahren. Pastor Männle sagte, dass Feuerwehrarbeit Gemeinschaftsarbeit im Team sei und nur so funktionieren könne. Als Vorsitzender des Feuerwehr- und Präventionsausschusses der Stadt bestätigte Ralf Nee, dass Rat und Verwaltung sehr schnell gehandelt hätten, als die Ersatzbeschaffungen notwendig geworden waren. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff betonte, dass sich die Einsatzstruktur in den letzten Jahren stark verändert habe. Auch die Themen „Information, Kommunikation und Dokumentation“ hätten einen hohen Stellenwert eingenommen, so dass es unumgänglich sei, auch für diesen Bereich Spezialisten heranzubilden in so genannten IuK Gruppen. Mit einer modernen Drehleiter umzugehen, erfordere großes technisches Wissen, zumal sich die Aufgabenstellung erheblich verändert habe in den letzten Jahren. Der Landkreis Emsland habe die Investitionen in der Stadt Papenburg gerne unterstützt, sagte Fachbereichsleiter Christoph Lühn. Der Landkreis fördere nicht nur die Beschaffung von Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern, sondern habe in der letzten Zeit auch erheblich investiert in den Ausbau des Digitalfunks und der digitalen Alarmierung. Weitere Schwerpunkte seien unter anderem die Neuaufstellung der Einsatzleitwagen 2 und der CBRN-Einheiten. (CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren, früher auch ABC-Gefahren genannt).

Seitens der Papenburger Werkfeuerwehren überbrachten deren Leiter Heiko Nolde (ATP-Teststrecke) und Erik Feimann (Meyer-Werft) Grußworte und wiesen auf die erfolgreiche Zusammenarbeit hin. Feimann machte anhand der Ausstattung der neuen Drehleiter deutlich welchen Quantensprung es an der technischen Ausstattung und somit bei den Einsatzmöglichkeiten gegeben habe.

Bei der Fahrzeugvorstellung wurde erklärt, dass die neue Drehleiter vom Typ DLK 23-12 mit aus dem Hause Rosenbauer-Metz auf einem 290 PS-starken MAN-Fahrgestell als so genannte Erprobungsleiter erworben werden konnte. Sie ist ausgestattet mit einem Rettungskorb mit einer Tragkraft von 450 kg mit Wenderohr, Krankentragenhalterung und Notstromaggregat. Die beiden Sprinter-Einsatzleitwagen sind von der Harener Firma B.O.S. mit modernster Digitalfunktechnik und Kommunikationseinrichtungen ausgestattet worden und können acht Einsatzkräfte aufnehmen.

Bericht: L. Brand

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Nr. 59
04.11.2018 I 00:49 Uhr

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