17 | 10 | 2017
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Kurzer geschichtlicher Rückblick zum Brauchtum des Maibaumaufstellens (von Gerd Harpel): Das Aufstellen von Maibäumen ist ein Brauchtum, das seit Jahrhunderten als Siegesfest des Frühlings über den Winter gefeiert wird. Im Emsland, Ostfriesland, im Fränkischen, im Badischen und im Schwäbischen wird der geschmückte Maibaum am Vorabend des 1. Mai aufgerichtet, in den meisten Regionen jedoch am Tag des 1. Mai.

Diese Maifeiern, die in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet sind, greifen zurück auf das altgermanische Frühlingsfest. „Mit Ringeltanz und Trinkgelage hat man den Wonnemonat dazu auserwählt, des allbeliebten Prinzen Frühlings Krönungsfest zu feiern“, schrieb vor 100 Jahren unsere  Heimatschriftstellerin Elisabeth Specker-Tjaden (* 1885 in Brual, + 1939 in Haltern/Westf.) in den Münsterischen Heimatblättern Heft 4/1914. Des Weiteren  heißt es dort: „Das Tanzen um den Maibaum herum und das damit verbundene Singen hat seinen Ursprung in dem altheidnischen Baumdienst, das Aufhängen von Lichtern an den Maibaum steht in Verbindung mit dem heidnisch-germanischen Feuerdienste. Das Christentum hat dem Feste eine andere Bedeutung gegeben. – Der 1. Mai spielt bei den Bauern, besonders im Emslande, eine große Rolle. An diesem Tage werden die Dienstboten  gewechselt, nur ‚tau Maitied’ ist es gestattet, eine neue Stelle anzutreten.“

Auch J. B. Diepenbrock (1796-1884, Theologe und Historiker) erinnern die früheren Maibäume, die man zur Freude über die Rückkehr des verjüngten Jahres errichtete, an den durch das Christentum verdrängten Baumdienst. Denn in sächsischer vorchristlicher Zeit waren Bäume, Quellen und Hügel (z. B. der Aschendorfer Draiberg) die Heiligtümer, die zu den religiösen Zusammenkünften dienten.

Obwohl unser Landesherr, Fürstbischof Clemens August (1700-1761), am 15. Januar 1721 das Maibaumsetzen verboten hat, wurde diese Sitte im Emsland dennoch weiter gepflegt. So beschwerte sich im Jahre 1761 der Drost des Emslandes darüber, dass ihm zum 1. Mai 16 Birken aus dem Altenkamper Wald, östlich des Schlossgartens (heute Behnes Busch), abgeschlagen und gestohlen worden sind, die er dann am 1. Mai „in Aschendorf bei besonderen Häusern gepflanzt“ wieder vorgefunden hat. Mit besonderen Häusern waren wohl verschiedene Gaststätten des Ortes gemeint, vor denen die Bäume aufgestellt worden waren.

Dieses alte Brauchtum wird durch die Aschendorfer Vereine weiter gepflegt. Statt einer Birke wird ein „sägesicherer“ Metallbaum mit den Emblemen der in Aschendorf ansässigen Handwerksberufe aufgestellt, geschmückt mit einem grünen Kronenkranz und bunten Schleifen und Bändern.

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Nr. 49
15.09.2017 I 05:44 Uhr

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